Schwimmeuropameisterschaft 2010 in Budapest: Deutschland auf Platz 2

In den letzten 10 Tagen gab es in Budapest die Europameisterschaft der Schwimmer zu erleben. Weitestgehend unbeobachtet von der Öffentlichkeit starteten bereits 4 Tage vor der Übertragung durch ARD und ZDF die Wettbewerbe im Freiwasserschwimmen. Hier schmerzt vor allem der zweite Platz von Angela Maurer beim 25km Massenstart der Frauen. Ein Rückstand von unter einer Sekunde nach über 5 Stunden schwimmen grenzt nahezu an Ungerechtigkeit.

Medaillenspiegel

Besonders positiv sticht diesmal Deutschland auf Platz 2 hervor. Die Medaillen wurden vor allem durch die starken Springer des DSV Teams gewonnen. 1

GoldSilberBronze
Russland1378
Deutschland893
Frankreich887
Vereinigtes Königreich667
Italien656
Ungarn644
Schweden344
Ukraine324
Dänemark222
Spanien144

Fazit

Wer sich über die Attraktivität von Sportverantstaltungen aufregt, der sollte sich wirklich dem Schwimmsport zuwenden. Die Berichterstattung der öffentlich rechtlichen war vorbildlich und die Kommentatoren haben, anders als beim Fußball, überhaupt keine Notwendigkeit ihre Berichterstattung 90 Minuten mit leeren Phrasen zu füllen. Entscheidungen im Minutentakt und spannende Kopf-an-Kopf-Rennen sind letzte Woche wirklich äußerst unterhaltsam gewesen.
Schön ist auch das erstaunlich gute abschneiden der neuen im DSV Team. So konnte die jüngste Starterin, Silke Lippok, bereits mit einer sehr guten Staffelleistung ihre erste Europameisterschaft feiern. Auch Patrick Hausding überzeugt mit einer Medaille in jeder Disziplin in der er angetreten ist – und davon 2 mal Gold.
Abschließend bleibt abzuwarten, wie der momentan schnellste Deutsche Paul Biedermann mit seiner Konkurrenz aus Übersee umgeht. Micheal Phelps wurde ja das letzte mal sprichwörtlich zu Brei verarbeitet. Das hohe Leistungsniveau konnte Paul Biedermann auch in Budapest unter Abwesenheit von Micheal Phelps beweisen. Zu Paul Biedermann fällt mir in diesen Tagen noch ein tolles Interview auf spiegel.de 2. Unter anderem steht dort geschrieben, dass Paul sich vor Wettkämpfen mit Songs von Rammstein motiviert (ich bevorzuge da ja In Flames) – was der Reporter in diesem Artikel jedoch bei seiner Google Suche zuerst gefunden hat war das Lied “Mann gegen Mann”. Interessanterweise nutzt er diesen Titel um die Rivalität zwischen Micheal Phelps und eben Paul Biedermann zu charakterisieren. Zitat:

“Für Biedermann ist Schwimmen eine Duell-Sportart. Vor seinen Rennen pusht sich Biedermann mit Musik von Rammstein hoch. Einer von deren Songs hieß “Mann gegen Mann”. Diese Titelzeile könnte der Soundtrack zu Biedermanns Karriere sein.”

Dumm ist nur, dass er sich scheinbar nie dieses Lied angehört hat. Wer das Lied nicht kennt – es thematisiert die Liebe zwischen Männern – Rammstein typisch direkt und unverblümt. Naja, dumm gelaufen mit der Google Suche beim Artikel schreiben, Herr Peter Ahrens.